Brauerei Simon Schwarzer Kuni
Brauerei Simon, Lauf an der Pegnitz, Bayern
- Typ Obergärig, Dunkler Weizenbock
- Alkohol 7% vol.
- Stammwürze
- Empfohlene Trinktemperatur
- Biobier
- Hefetrüb
- Dieses Bier ist nicht glutenfrei
- Probier mal sagt ein Benutzer
Bewertet mit 78% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 2 Rezensionen
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74% Rezension zum Brauerei Simon Schwarzer Kuni von Hirsch
Bananig und leicht alkoholisch in der Nase, schön wattig gemischtporiger Schaum und mit blickdichter, schwarzbrauer Farbe. So steht die Schwarze Kuni im Weizenglas vor mir.
Der Antrunk zeigt einen Hauch eines klassischen Weizen-Beginns, dann schafft sich das Röstmalz schnell Platz: viel Lakritze, Bitterschokolade, Espressobohnen. Die Brauerei Simon ist so ehrlich, auch Röstmalzbier mit auf die Zutatenliste zu schreiben obwohl man das Farbebier, wie man es manchmal auch nennt, also Röstmalzextrakt, laut Gesetz gar nicht angeben müsste.
Im Mittelteil ist die Kuni eher süß, fast malzbonbon-mäßig. Die Karbonisierung unterstützt den Süße-Eindruck. Mir ist das aber deutlich lieber als Alkohol-Schwere, wie sie bei einem 7 Prozent-Bock nicht ungewöhnlich wäre.
Der Abgang wird dann wieder von den herben Malztönen bestimmt; eine bestimmte Hopfencharakteristik kann ich kaum ausmachen.
Fazit: Mir als Nicht-Weizentrinker schmeckt die Schwarze Kuni ganz gut. Gäbe es in einer Wirtschaft sonst nur normales Weizen, würde ich damit ganz glücklich werden. Ich finde es ziemlich gut komponiert.
Wie die Schwarze Kuni auf der Bier-Index-Seite zu einem Mann geworden ist, verstehe ich nicht. Der Name kommt vom Kunigundenberg bei Lauf, wo eine Kirche steht, die der heiligen Kaiserin Kunigunde geweiht ist. A propos: Da Verschweigen und Lügen ja nicht wirklich das Gleiche sind, ist es wahrscheinlich keine Sünde, dass die Zutatenliste der Internetseite vom Simon-Bräu das Farbebier geflissentlich verschweigt.
88% Rezension zum Brauerei Simon Schwarzer Kuni von deadparrot
Weizenbock - das ist ein Braustil, der mir sehr gefällt, in dem die Messlatte aber dank der Brauerei Schneider und ihrer Hopfenweiße sehr, sehr hoch liegt. Der Geruch dieses dunklen Bocks lässt aber schon Gutes erahnen: Ein sehr reicher Duft von reifer Birne, Banane und Feige steigt mir entgegen. Im Antrunk entfalten sich diese Aromen reifer Früchte (auch Kirsche ist irgendwie mit dabei), aber der Geschmack gewinnt noch deutlich an Vielfalt: So gesellt sich eine kräftig herzhafte Note dazu, die eine tolle Basis für die genannten Aromen bietet. Eine gesunde Portion Säure ist hier auch gar nicht fehl am Platze. Die 7% Alkohol sind gut eingebunden. Mir gefällt sehr gut, dass sich das Bier, was Süße angeht, wohltuend zurückhält - anders als manch anderes dunkle Bockbier - und stattdessen auf eine differenzierte Aromenkomposition setzt, in der neben wirklich subtilem Karamellaroma hintergründig auch nussige Impulse zum Tragen kommen. Im Nachgeschmack kommen röstige und leicht pfeffrige Aromen zum Vorschein: Das bringt das Bier auf sehr stimmige Weise zu einem runden Ausklang. Alles in allem also ein wirklich komplexer, aber bei aller Vielschichtigkeit wunderbar runder und süffiger Bock, den ich gerne weiterempfehle!