Riedenburger Brauhaus Dinkel Malz
Riedenburger Brauhaus, Riedenburg, Bayern
- Typ
- Alkohol
- Stammwürze
- Empfohlene Trinktemperatur
- Biobier
- Dieses Bier ist hefetrüb
- Probier mal sagt kein Benutzer
Bewertet mit 62% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 2 Rezensionen
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Wenn man nach "Riedenburger" und "Dinkel" zu lesen aufhört, erwischt man hinterher ein Alkoholfreies, naja, runter damit, aber eine Bewertung erspare ich mir, da ich in einem Eishockey-Forum auch keine Schachturniere besprechen würde.
Ich stelle überrascht fest, daß für "alkoholfreie Dinkel-Malz-Getränke" kein Reinheitsgebot gilt (also doch nur eine dahingeheuchelte Biersteuer-Frage), also darf zum Süßen hier auch Agaven-Sirup ran.
Bereits die Optik ähnelt eher einer Cola, auch wenn sie überraschend viel Schaum hätte. Im Antrunk pappsüß (auch hier liegt der Cola- Vergleich nicht weit weg), wobei zumindest der Geruch eher ins Malzige geht, der Körper gibt tatsächlich das Dinkelmalz als Zutat preis, dessen Geschmack ich sehr schätze (aktuell aber eher in der "Unertl Bio-Weissen mit Dinkel", Besprechung an anderer Stelle).
Nun, ein Bier ersetzt dieses Getränk nicht, aus einer Cola vermag ich zumindest noch das für meinen niedrigen Blutdruck wichtige Koffein zu ziehen, dafür hat es -wie gesagt- den Dinkel-Bonus. Allerdings bin ich aber auch nicht bereit, den für ein "Erfrischungsgetränk" relativ hohen Preis zu bezahlen.
71% Rezension zum Riedenburger Brauhaus Dinkel Malz von Felix
Das Malzbier aus der Riedenburger Brauerei hat eine tolle, hell-beige Schaumkrone und liegt in einem düsteren Rotbraun. Der Geruch ist außergewöhnlich intensiv und würzig für ein Malzbier, es ist sehr getreidig und brotig, etwas Heu liegt dahinter, das Malz ist hier nicht so süß wie bei vielen anderen Malzbieren, es ist eher kernig und leicht röstig, mit einer frischen Note darunter.
Im Geschmack ist das Bier weit weniger intensiv, dafür ist es sehr einzigartig. Es ist überhaupt nicht sehr süß, trägt aber auch leider die Gewürzaromen, die ich erwartet habe, nicht so gut, wie erhofft. Dafür verfügt es über eine unglaubliche Frische, es ist etwas Hopfig und die deutliche Kohlensäure vermittelt eine schöne Leichtigkeit, ohne dabei stechend zu sein, wirklich schön eingebunden. Das Malz ist nicht so präsent wie man meinen könnte, dafür kommt mit der leichten Frische eine deutliche Fruchtnote rüber, die hauptsächlich von einer weichen Säure getragen wird. Es ist weniger ein geschmack, als vielmehr eine Assoziation zu Sauerteig oder auch grüner Apfel mit einem SPritzer Zitrone.
Hier handelt es sich wohl um die Zugabe des Agavensirup, mit dem gearbeitet wurde.
Dieses Malzbier ist wirklich toll! Es ist einerseits würzig-aromatisch mit kräftigen Brot - und Getreidenoten vom Dinkel, andererseits leicht und erfrischend mit einer weichen Säure, die dem Bier auch die Fähigkeiten des Durstlöschers vermittelt, in gewisser Weise ein "flüssig Brot".