Gulden Draak 9000
Brouwerij Bios Van Steenberge, Ertvelde, Vlaams Gewest, Belgien
- Typ
- Alkohol 10.5% vol.
- Stammwürze
- Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 11°C
- Biobier
- Hefetrüb
- Probier mal sagen 2 Benutzer
Bewertet mit 72% von 100% basierend auf 9 Bewertungen und 6 Rezensionen
Probier mal
Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.
Du hast dieses Bier noch nicht bewertet
Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.
Aktuelle Bierbewertung
76% Ganz gutes Bier! von LordAltbier
Der Antrunk ist etwas alkoholisch und süßlich-säuerlich mit feinen Kräuter-Noten. Der Mittelteil ist angenehm säuerlich und etwas malzig, eine feine Alkohol-Note erkennt man. Der Abgang ist ordentlich malzig und recht süßlich, eine ganz feine Säure erkennt man im Hintergrund. Das Bier weist feine, angenehme Rotwein-Noten auf. azit: Ganz gutes Bier.
80% Rezension zum Gulden Draak 9000 von Daniel McSherman
Schönes dunkles Bernstein mit dichtem weißem Schaum. Süßer, malziger recht schwerer Körper, wärmend alkoholisch. Stimme von Karamell, gebranntem Zucker, zuckerwatte, etwas Rote Fruchte und Hefe. Kein einfaches Bier, etwas sperrig aber gut.
88% Rezension zum Gulden Draak 9000 von hightower
bernstein
weiße Schaumkrone, fällt schnell zusammen
malzig karamelliger Duft, fruchtige Aromen von Pflaume und Apfel, sanft alkoholisch
süßlich malziger Antrunk, milde Töne von Karamell, fruchtige Aromen von Rosinen und Pflaume, sanft würzige Esteraromen belgischer Hefe
dickflüssiges Mundgefühl, sehr komplex, sanfte Rezenz
mild alkoholische Töne im Abgang, weiterhin süßliches Malz mit deutlich fruchtigen Aromen sowie würziger Hefe
wärmender Alkohol und milde Bittere im Nachgeschmack
83% Rezension zum Gulden Draak 9000 von Bier-Klaus
Nach dem Öffnen der Flasche gushing, das was zu retten war hat eine Farbe wie dunkler Bernstein blank mit extrem dichtem, mittelporigem und haltbarem Schaum. Im Geruch extremer Alkohol, brauner Zucker, Karamell und bitterer Waldhonig.
Der Geschmack ist alkoholisch, pfeffrig prickelnd am Gaumen und nussig. Wenig rezent, trotzdem stark schäumend im Mund. Ebenso stark zucker- und karamell-süß. Es findet ein guter Ausgleich zwischen der Süße des Körpers und der Bittere des Alkohols. Im Nachtrunk sehr geringe Hopfenbittere und extrem wärmend bis heiß im Rachen beim Schlucken.
Für so ein extremes Bier gut ausgewogen.
79% Rezension zum Gulden Draak 9000 von Konjugator
Ein leckeres belgisches Starkbier und eine willkommene Abwechselung. Durch den hohen Alkoholgehalt weniger süffig. Wie auch beim "normalen" Gulden Draak: Die Flasche ist fast ganz mit einer Folie überzogen und hat eine interessante und unverwechselbare Aufmachung.
29% Rezension zum Gulden Draak 9000 von Felix
Sehr hohe Schaumkrone, überwiegend grobporig und fällt rasch zusammen. Sudfarbe Bronze bis Rotgold und Trübe mit starker Bläschenbildung.
Der Duft ist im Charakter eher zurückhaltend und weich für ein Quadrupel mit 10,5%ABV. Das Bier zeigt eine Mischung aus zu erwartenden, belgischen Strong Ale-Noten und einer nicht ganz gewöhnlichen Aromatik.
Ich erkenne etwas wie Rohrzucker, diverse Früchte - z.B. hellen Pfirsich, Stachelbeere, Süßkirsche mit weiniger Tiefe. Letztere ist merklich. -, aber auch eine deftige Trockenheit, die für mich als Rauchnote zu deuten ist.
Im Mund eine wirklich interessante Bewegung. Die Süße des Bieres springt auf der Stelle an den hintersten Gaumen und versiegelt den Rachenbereich mit einem Aroma von zuckrigstem Kirschweingummi, dass es schon in die ziemlich chemische Richtung geht. Die Aromatik breitet sich dann von ganz hinten nach vorne aus, wird aber sogleich dünner und ist nicht übermäßig füllend. Warmer Alkohol, wie man ihn von Glühbier vielleicht kennt, Orangenschale oder erhitzter Beerensaft wären meine ersten Tipps.
Entweder antizipiert der Antrunk den Nachtrunk sehr bewusst oder das Bier startet mit dem Abgang und endet mit dem Einstieg.
Der Körper des Bieres ist sehr, sehr satt und schwer ölig. Das Bier ist durch einen spürbaren Alkohol ordentlich anstrengend zu trinken und verfügt kaum über Süffigkeitspotenzial. Der Alkohol klebt leider viel zu sehr am Gaumen und drückt sich dort spürbar ins Fleisch, dass er kaum harmonisch erscheint.
Schade, da die Textur eigentlich in Ordnung ist. Sie ist nur ungeordnet und ohne jegliche Kontur.
Der Abgang scheint schon im Einstieg zu starten. Er ist erschlagend süß, gräbt sich in den Gaumen ein, spaltet den Rachen vom Mundinnenraum ab und entwickelt eine leider willkürlich erscheinende Mischung aus schiebender Süße, ziehender Säure und dehnendem Alkohol. Der Gaumen entwickelt unter dem Einfluss dieses Bieres ein Eigenleben, fühlt sich malträtiert und gefoltert an und windet sich unbehaglich.
Schön ist die beim retronasalen Zug aufkommende, reine Rohrzuckernote mit etwas Vanille.
Das 9000 Quadrupel der Brouwerij van Steenberge ist ein sehr, sehr starkes Bier. Unter diesem Aspekt muss es gesehen werden, und doch rettet diese Sichtweise die Bewertung in keiner Weise.
Ich mag dieses Bier überhaupt nicht und finde auch weniger subjektive Argumente dafür:
Die Grundaromatik ist vorerst zu dünn und aussagefrei. Sie erscheint willkürlich mit klassischen Zucker- und Fruchtnoten und enorm viel Hefe. Der Alkohol ist bei 10,5%ABV kaum zu spüren, was hier bereits zu einem Nachteil wird. Viel Alkohol kann bewusst zum Transport von viel Aroma verwendet werden. Ich sehe also die Schwäche des Alkohols in diesem Fall klar als Aromatransportdefizit, eine nicht ausgespielte Karte. Der Sud riecht dadurch erstmal unspektakulär, zeigt aber eine interessante Rauchnote (die im Laufe der Trinkphasen kaum noch eine Rolle spielen wird).
Leider ist von Antrunk bis Nachtrunk alles völlig verschoben und verdreht, kontur- und planlos. Das Quadrupel erschlägt einen auf der Stelle mit einer aggressiven Süße, die jenseits vom reinem Aroma spielt, sondern längst physisch geworden ist und wie eine Verschlussklappe am Hals arbeitet. Ein Drücken ist spürbar und die penetrante Chemie-Süße nach Kirschweingummi und Hefe steigt in die Nase, aber kaum in den Mund. Dann setzt scheinbar vorzeitig der Abgang ein und presst noch etwas Restbittere, Säure, Kohlensäure und Alkohol hinzu. Dass Bier wirkt letztlich eher wie ein Billig-Likör.
Letztlich will ich über dieses Bier nicht mehr viel sagen. Ich empfinde es als völlig verschoben, als aromatisch willkürlich, schwach und überladen zugleich und ganz besonders als annähernd untrinkbar. Weil es den Rachen derartig mit Süße zukleistert, dass einem die Poren und Schleimhäute flüchten wollen, ist es kaum zu schlucken, und schluckt man es nicht schnell, so überflutet es einen mit reinem Alkoholaroma. Also in der Trinkbarkeit bzw. Wirkung erscheint es mir wie ein billiger, mit Chemiezucker und Aromastoffen versetzter, klarer Schnaps.
Kurzes Urteil: Definitiv nicht mehr empfehlenswert.