Nikl - Michala
Nikl-Bräu, Pretzfeld, Oberfranken, Bayern, Deutschland
- Typ Untergärig, Dunkles Kellerbier
- Alkohol 5.6% vol.
- Stammwürze
- Empfohlene Trinktemperatur
- Biobier nein
- Dieses Bier ist hefetrüb
- Probier mal sagt kein Benutzer
Bewertet mit 78% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen
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73% Kellerbier ja, Dunkel nein von Schluckspecht
Seit 2008 - Nikl-Bräu aus dem oberfränkischen Pretzfeld gibt es wirklich noch nicht allzu lange. Vor mir steht das Michala, ein dunkles Kellerbier mit 5,1 % vol. Alkohol (MHD 22.07.2018). Gebraut wurde das untergärige Vollbier mit dem Hopfen "Tettnang" und "Tettnanger" - keine Ahnung, wo genau da nun der Unterschied besteht.
Dunkel? Naja. Selbst "halbdunkel" wäre leicht übertrieben. Bernsteinfarben wie Honig steht es relativ klar mit sahniger, minimal gelblicher Schaumkrone im Glas. Wirklich hefetrüb ist es also auch nicht, zu sehen gibt es lediglich ultrafeine Schwebteilchen. Schüttelt man nun wiederum den Bodensatz auf (was ich bei Bieren mit Hefe immer mache), wird das Michala definitiv dunkler und absolut blickdicht. Die Schwebteilchen - ein Gruß an die Hefe - werden dann auch gröber und setzen sich am Glasboden ab. Es sieht dann aus wie ein gewöhnliches, etwas dunkleres Kellerbier mit einer klassischen Bernstein-Farbgebung. Der Schaum darüber ist sehr fluffig, feinporig und sahnig.
Der Duft: Kernig mit würzigen, nussigen Noten, dezenter Süße und auffallender Säure. Malz und Hefe bekommt man gleich im Antrunk serviert, hinzu kommen jedoch auch metallische und schokoladische Noten. Der Körper tendiert in die Trockenobstrichtung mit Trockenpflaume, Rosine und Apfel - mich erinnert das ein wenig an Bockbier. Die Hefe sorgt für ein volles Mundgefühl, hält sich mit estrigen Noten aber weitgehend zurück. Das Wasser macht einen recht weichen Eindruck. Auffallend süß präsentiert sich der Malzcharakter, während Würze - sowohl Röstmalz als auch Hopfen - tief vergraben im Sud schlummern. Ja, röstmalzige Noten (dunkle Schokolade und Kaffeebohne) und grasiger Hopfen sind erkennbar, aber wirklich schwach ausgeführt. So wird es auch im mittellangen Abgang nicht wirklich herb oder würzig, wobei sich die Süße immerhin ein wenig zurückzieht.
Ich liebe fränkisches Bier und das Michala ist auch keine Ausnahme. Aber wirklich begeistern tut es mich nicht. Der Körper macht Vieles richtig, der Hopfen erzeugt jedoch einen sehr verklemmten Eindruck. Und wenn "Dunkel" auf der Flasche steht, erwarte ich auch unter fränkischen Maßstäben - ein altfränkisches Dunkel ist nun mal nur ein Halbdunkles - etwas mehr Röstmalzigkeit. Da geht also noch was...
83% Rezension zum Nikl - Michala von Bier-Klaus
Das Michala ist bernsteinfarben mit leichter Trübung und wenig Geruch. Es ist eher malzig und schön vollmundig, das würzige rote und dunkle Malz sorgen für eine deutliche Restsüße. Das Michala ist viel runder als das "Sedats kleines Rotes", weil das Malz nicht kantig ist. Dafür ist es viel weniger gehopft als das Sedats und das Achhörnla. Das läuft super. Das erinnert mich an das Rotbier der Schanzenhöfe, wunderbar weich und rund.