Insel Meerjungfrau Natursauer
Rügener Insel-Brauerei, Rambin, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
- Typ Sour Ale
- Alkohol 5.5% vol.
- Stammwürze
- Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 12°C
- Biobier
- Hefetrüb
- Probier mal sagen 4 Benutzer
Bewertet mit 78% von 100% basierend auf 9 Bewertungen und 6 Rezensionen
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46% Ein saures Prickelerlebnis von eddyelch
In der Abfüllanlage hat man die falschen Flaschen ausgewählt. Eine Sektflasche wäre passender gewesen. Deswegen auch das viele Papier. So sieht man nicht, dass alles nur ein Fake ist. Traurig nur, dass der Müllberg auf diese Weise unnötigerweise weiter wächst. Dafür gibt es einen Punkt Abzug bei der Nachhaltigkeit.
Aus der Flasche strömt mir ein prickelnder Champagnerduft mit deutlicher Hefenote entgegen. Kein Wunder, das Bier wurde mittels Traubenzucker in der Flasche vergoren. Der Vergleich mit Champagner ist also gar nicht so verkehrt. Auch beim Einschenken braucht dieses Bier den Vergleich nicht scheuen. Es bildet sich mächtig viel Schaum über dem trüben mittelgelben Sud. So, jetzt habt Ihr Euch verraten: Es ist definitiv ein Bier. Der erste Eindruck ist sehr interessant.
Die Nase über dem Schaum nimmt wieder diesen aufdringlichen Champagnergeruch wahr. Dazu Hefe, Aprikose, Birne und Erdbeere. Im Antrunk sauer prickelnd. Es fährt ein flüchtiges "Igitt" aus mir heraus. Diese, sagen wir mal "Flüssigkeit" entwickelt im Mund einen sauren dumpfen Körper. Es prickelt ein wenig und geht in Richtung Spülmittel mit Zitronengeschmack. Die Säure überlagert die Hopfenbittere, falls sie überhaupt vorhanden sein sollte. Und auch beim Schlucken kommt mir nicht in den Sinn, dass dieses Getränk ein Bier sein soll.
Nein, tut mir leid. Auch mit diesem Experiment kann die Insel-Brauerei bei mir keinen Blumentopf gewinnen. Wenn ich Sekt trinken will, dann kaufe ich Sekt. Man muss nicht jedes Experiment in Flaschen abfüllen und mit dem Signet "Seltenes Bier" teuer an den Mann bringen. Oder die Frau, falls das die Zielgruppe sein soll.
75% Rezension zum Insel Meerjungfrau Natursauer von Daniel McSherman
hellgelb, trüb mit einer sehr feinen weißen Schaumkrone. Schön! Geruch: sauer mit einer Zitrusnote und etwas Malz. Antrunk: frisch, säuerlich, leicht salzig. Schönes Sauerbier, mit dem man sicherlich auch Sekttrinker ködern kann.
86% Ein Mädel für besondere Anlässe von CaptainFriendly
Der Titel bezieht sich auf den Vermerk, es handle sich um ein Bier für festliche Empfänge, wobei tatsächlich einige Parallelen zum Sekt vorhanden sind: Blassgelb mit reichlich Sprudel, ist es allerdings leicht trüb, im Geruch kann ich durchaus weiße Weintrauben feststellen.
Im Antrunk ist die Nixe erfrischend und nur moderat sauer, die Zunge stellt anfangs eine Ähnlichkeit mit Sekt fest.
Im Unterschied zu vorher probierten Sauerbieren erschmeckt die Zungenspitze anstatt einer salzigen eher eine süße Note.
Ein sehr elegantes Bier, das im Abgang an saure Äpfel erinnert und mich wiederholt erstaunt darüber zurücklässt, wie unterschiedlich verschiedene Brauer ihre Sauerbiere interpretieren.
Ein Stern unterbleibt nur deswegen, weil für mich die Leipziger Rittergose und der Hexenritt aus der Bierzauberei noch eine Liga höher spielen, aber als Aperitiv für Empfänge - soweit haben die Jungs aus Rambin recht - könnte man sich mal die Schlitzohrigkeit leisten, den Besuchern eine Meerjungfrau anstatt des Sekts unterzujubeln.
82% Lecker & Interessant! von LordAltbier
Der Antrunk ist schön und angenehm säuerlich, schöne Citrus- und Birnen-Noten erkennt man. Der Mittelteil ist schön spritzig und angenehm säuerlich, man erkennt leichte Citrus-Noten und auch weiße Weintrauben erkennt man, es erinnert hier etwas an halbtrockenen Sekt. Der Abgang ist angenehm hefig, leicht säuerlich und man erkennt eine ganz feine Süße im Hintergrund, Noten von Birne und Apfel sind erkennbar. Fazit: Ein sehr leckeres und interessantes Bier. Es ist etwas milder ist das Seepferd Wildsauer. Gefällt mir!
90% Richtig gutes Sauerbier ! von Blueshawk
- hellgelb-trübe Farbe mit sehr guter, anhaltender Schaumbildung
- sehr säuerliche Aromen nach Citrus und grüner Apfel
- angenehme, leicht moussierende Kohlensäure
- der Antrunk bringt genau dieses säuerliche Citrusaroma zum Vorschein
- der Mittelteil gestaltet sich für ein Sauerbier angenehm mild, ohne die
Geschmacksnerven zu überstrapazieren
- ganz hinten behält das Bier immer eine leichte Restsüsse zum abmildern
der Sauernote
- der Abgang vereint dann alle Aromen nochmals in einer ausgewogenen
Balance
Fazit: Herrliches Sauerbier, welches die Geschmacksnerven nie mit zuviel Säure strapaziert
90% Rezension zum Insel Meerjungfrau Natursauer von Bier-Klaus
Das Bier der Meerjungfrau ist lichthell und sehr trüb. Bedeckt von viel stabilem Schaum riecht es wenig säuerlich. Der Geschmack ist schön säuerlich, nicht übertrieben. Es sind auch zitronige und fruchtige Noten dabei sowie etwas Restsüsse. Auf der Zunge bleibt ein zarter Eindruck von Apfelessig hängen. Im Vergleich zum Seepferd ist es durch die Restsüsse nicht so trocken und auch weniger gehopft. Ein sehr mildes Sauerbier, genial! Von beiden Bieren hätte ich gerne eine große Flasche, dann würde ich den ganzen Abend hin- und herverkosten, was es alles zu entdecken gibt.