Brusseleir
Brasserie de la Senne, Molenbeek-Saint-Jean/Sint-Jans-Molenbeek, Region Brüssel-Hauptstadt, Belgien
- Typ Obergärig, IPA
- Alkohol 8% vol.
- Stammwürze
- Empfohlene Trinktemperatur
- Biobier
- Hefetrüb
- Probier mal sagt kein Benutzer
Bewertet mit 72% von 100% basierend auf 6 Bewertungen und 3 Rezensionen
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53% Rezension zum Brusseleir von Bier-Klaus
Craftbierfest Wien 2018:
Das Black IPA ist dunkelbraun und blickdicht mit extrem röstiger Nase. Im Geschmack stark röstig nach Kaffee, dazu leicht fruchtige Lakritz-Aromen. Im Nachtrunk schmecke ich sehr wenig Bittere, das geht nicht als Black IPA durch. Für die 8% ist es ausserdem extrem hochvergoren und schlank, das ist nicht meines.
88% Rezension zum Brusseleir von hightower
Optik: Dunkler, rotbrauner Farbton mit einer bräunlichen und feinporigen Schaumkrone. Diese fällt langsam zusammen und bleibt dabei am Glasrand kleben.
Duft: Röstmalzig wirkt das Black IPA in der Nase und verbreitet dabei schöne Aromen von guter dunkler Schokolade, das Roggenmalz schiebt sich dezent darunter.
Geschmack: Röstmalzig sowie sanft süßlich beginnt das Bier und verteilt dabei Aromen von guter sowie dunkler Schokolade. Auch das Roggenmalz schlägt hier gut zutage. Eine ordentliche aber auch absolut passende Bitternote stellt sich im Nachtrunk ein. Diese hält eine Weile an und wird dabei von Aromen von frischem Kaffee aufgelockert.
Körper: Vollmundiger Körper bei weichem und harmonischem Mundgefühl.
Fazit: Wenn man das Weltall erobert, man sollte wie auf dem Etikett dargestellt dieses Black IPA unbedingt dabei haben.
62% Zwischen den Stühlen von dreizack
Das "Brusseleir" der belgischen Brasserie de la Senne trägt den Untertitel "Zwët IPA" (schwarzes IPA) und hat ein hübsches Etikett im Comic-Stil. Spricht mich an. Informationen hinsichtlich der verwendeten Malz- und Hopfensorten sucht man indes vergeblich. Bis vor kurzem hörte das Bier noch auf den Namen "Zwarte Piet", hatte ein politisch unkorrektes Etikett und wurde daher umbenannt.
Der Geruch ist recht verhalten; das Aroma gibt deutlich mehr Malz- als Hopfencharakter preis. Insgesamt sogar recht angenehm, aber auffallend dezent. Im Glas steht dann ein dunkelbraunes, fast schwarzes Bier mit hellbrauner Schaumkrone, die zwar cremig aber nur von mäßiger Haltbarkeit ist.
Im Antrunk offenbart sich dann eine ziemliche offensive Herbe, die durch massive Röstmalzaromen geprägt ist. Würzig ist es, auch etwas rauchig, zudem machen sich die 8% Alkohol angenehm wärmend bemerkbar. Hopfig ist bis hierhin zunächst nichts. Durch die komplette Verkostung hämmern die stark gerösteten Malze auf die Geschmacksnerven ein. In Summe war mir das (obwohl der "schwarzen Seite" des Bieruniversums eigentlich zugetan) tatsächlich zuviel des Guten. Hier habe ich ein regulatives Element vermisst. Die Hopfenbitterkeit schlängelt sich dann eher hinterhältig im Abgang heran, der dementsprechend mächtig am Gaumen kleben bleibt. Die Ausgewogenheit ist m.E. beim Brusseleir leider ein wenig auf der Strecke geblieben. Auch würde ich das Bier stilistisch nicht als Imperial IPA klassifizieren. Eher als eine Mischung aus einem Cascadian Dark Ale und einem Imperial Stout. So steht das Brusseleir am Ende zwischen allen Stühlen und hinterlässt auch geschmacklich einen eher unbefriedigenden Eindruck.